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Was ist Osteopathie?
Basierend auf den Grundlagen der manuellen Therapie ist die Osteotherapie eine ganzheitliche Heilmethode.
Die Osteopathie legt Wert darauf, als eigenständige Behandlungsmethode angesehen zu werden. Denn ihr liegt eine besondere Philosophie zugrunde: „Bewegung ist Leben, Leben ist Bewegung“.
Dieser Grundgedanke bezieht sich auf alle Strukturen des Körpers, auf die Gelenke die Muskeln, das Bindegewebe, die Nerven, die Organe und sogar auf Körperflüssigkeiten.
Ist die Beweglichkeit dieser Strukturen eingeschränkt oder vermindert, entsteht hier die Grundlage für Krankheiten. Befindet sich alles in einem Zustand bestmöglicher Bewegungsqualität entsteht durch harmonisches Zusammenwirken die Gesundheit.
Osteopathie ist keine neue Behandlungsmethode. Sie wurde von dem Amerikaner Andrew Taylor Still entwickelt und 1874 veröffentlicht. In Frankreich wurde die Osteopathie in den 70-er Jahren auf die Behandlung von Pferden übertragen. Pascal Evrad brachte diese Therapie nach Deutschland und gründete 1997 mit Beatrice Schulte-Wien das DIPO (Deutsches Institut für Pferdeosteopathie). Hier werden Tierärzte, Humanmediziner und Physiotherapeuten in einem 2-jährigem Kurs zu Pferdeosteotherapeuten mit Diplom ausgebildet.
Ziel der Behandlung ist es die physiologische Beweglichkeit der Strukturen durch manuelle Behandlungsmethoden (Handgrifftechniken) wiederherzustellen.
STILL sagt: „Finde die Läsion, behebe sie und lasse der Natur ihren Lauf.“
Durch eine gründliche manuelle Untersuchung aller Gelenke und Körpergewebe erhält der Therapeut Informationen über die Qualität der Bewegung, entscheidend ist nicht die Form der Struktur, sondern ob und wie sie sich bewegt.
Die gefundenen Bewegungseinschränkungen oder Blockierungen darf man sich nicht als komplette Verrenkung oder Verschiebung eines Wirbels vorstellen, sondern es handelt sich um ein in seinem physiologischen Bewegunngsspiel eingeschränktes Gelenk oder Segment. Eine entsprechende Vielzahl an Techniken der manuellen Behandlung werden an die jeweilige Situation des Pferdes angepasst.
Dem Körper wird dabei keine neue Funktion aufgedrängt, er erhält nur den Impuls zur Selbstheilung. Dabei müssen wichtige funktionelle Zusammenhänge beachtet werden. Eine Blockierung zwischen dem 4.-5. Halswirbel kann z. B. ein Problem mit der Atmung oder eine Lahmheit der Vorhand auslösen oder umgekehrt.
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